CVJM Stetten

CVJM Stetten

Auf dass wir alle eins sind - in Freundschaft, Liebe und Vertrauen

hier spenden

LIEBE FREUNDE,

es freut uns sehr, dass ihr auf unserer Seite angekommen seid.

Sie gibt euch einen Einblick in die Arbeiten des Vereins und die Veranstaltungen des Jahres.

Sie bietet euch eine Menge Infos und Berichte, Photos und Erlebnisse der Gruppen und Kreise, Projekte und Freizeiten.

Sie macht euch aufmerksam auf interessante Veranstaltungen und lädt euch ein, daran teilzunehmen.

 

 

Siegerverkündung „Corona“-Waldlauf  2020

 

Vergangene Woche haben in Stetten 70 Teilnehmer an dem von Jungscharmitarbeitern liebevoll gestalteten Waldlauf teilgenommen. Wir haben uns über jeden einzelnen gefreut, der mitgemacht hat und dem wir einen schönen Waldspaziergang bereitet haben. Nun wurden unter allen Teilnehmern die Preise verlost. Diese waren: Ein von den Jungscharmitarbeitern gestalteter Kindergeburtstag, ein Gitarrengrundkurs und für den dritten Platz ein großes Jungscharliederbuch mit Ordner.

 

Hiermit verkünden wir voller Freude die Gewinner der drei Hauptpreise:

Der 1. Platz (Kindergeburtstag) geht an die Gruppe „Kässpätzle mit Apfelmus“, Familie Brink aus Mittelstenweiler.

Der 2. Platz (Gitarrengrundkurs) geht an „Hajumita“, Familie Kugler aus Daisendorf.

Und der 3. Platz, das Jungscharliederbuch, geht an „Die taffen D-Taler“, Familie Rist aus Wendlingen.

 

Wir wünschen viel Freude mit den Preisen und freuen uns auf die nächste Corona-Aktion.

 

Spendenaufruf für den CVJM Landesverband

 

Liebe Mitglieder, Freunde und Eltern,

mein Name ist Paul Horn, bin 20 Jahre alt, komme aus Stetten und ich vertrete seit Anfang April die Ortsvereine Stetten und Singen im Hauptausschuss des CVJM-Baden.

Durch die Corona-Krise ergibt sich dort nun folgende Situation:Der CVJM Baden kommt zunehmend in finanzielle Bedrängnis. Bisher hat der CVJM Baden sich zu einem großen Teil durch Einnahmen von Events und Buchungen seiner Häuser finanziert. Da alle Events nun abgesagt und alle Buchungen storniert wurden, fallen diese Einnahmen nun komplett weg. Als Folge dieses finanziellen Schlags arbeitet nun ein Großteil der festangestellten Mitarbeiter des CVJM Baden in Kurzarbeit.Das sind Mitarbeiter, die Events wie das Maxx-Camp, den Badentreff oder auchSchulungen wie das BISS organisieren , an denen viele von uns schon teilgenommen haben. All diese Mitarbeiter haben ohnehin ein bescheidenes Gehalt und  müssen durch die Kurzarbeit mit noch weniger leben.

Der CVJM Baden ist jetzt einfach ganz besonders auf Spenden angewiesen! Ich bitte alle, die das hier jetzt lesen: "Akzeptieren sie nicht, dass die Mitarbeiter des CVJM Baden, die mit ihrer tollen Arbeit vielen Menschen tolle Erlebnisse und Begegnungen ermöglichen, jetzt ihren Job nur noch eingeschränkt ausüben können. Geht in euch und gebt, was ihr geben könnt.

Wir sind ein Verein mit vielen Mitgliedern und Familien, wenn jeder etwas gibt, dann können wir viel für die Mitarbeiter des CVJM Baden tun und sicherstellen, das unsere Jugendlichen auch in Zukunft noch zu Events in ganz Baden reisen können und dort anderen Menschen und Gott begegnen.

Viele Grüße

Paul Horn                                    (Mitglied im CVJM Stetten und im Hauptausschuss des CVJM Baden)

 

Kontoverbindung:

DE55690500010024040008

SOLADES1KNZ

Stichwort: Spende CVJM Landesverband

 

Die Spendenaktion geht bis Mitte Juli

Gottes Wort für jeden Tag

Der HERR spricht: Ich will mich zu euch wenden und will euch fruchtbar machen und euch mehren und will meinen Bund mit euch halten.

3. Mose 26,9

Auf alle Gottesverheißungen ist in Jesus Christus das Ja; darum sprechen wir auch durch ihn das Amen, Gott zur Ehre.

2. Korinther 1,20

Mit Pfingsten haben wir die tägliche Andachtsreihe beendet.

An dieser Stelle möchte ich von ganzem Herzen den jungen Mitarbeitern, den Frauen und Männern, Ehemaligen und unseren Mitgliedern danken, die eine oder mehrere Andachten übernommen und geschrieben haben. Es war großartig, was sie uns mit ihren Gedanken täglich geschenkt haben. Jeden Tag habe ich mich gefreut, welche Juwele an Humor, Zuspruch, Ermutigung, aber auch Nachdenklichem ich entdeckt habe. Vielen, vielen Dank euch allen.

Wir werden die Andachten fortführen, allerdings nicht jeden Tag, sondern immer am Sonntag.

Wenn jemand von euch/Ihnen, eine Andacht schreiben möchte, würden wir uns sehr freuen. Bitte melden unter 07532/7496 oder silviaengel@gmx.de

Silvia Engel

 

Andacht zum 3. Sonntag nach Trinitatis

 

Gesegnet ist der Mann, der sich auf den Herrn verlässt und dessen Zuversicht der Herr ist. Der ist wie ein Baum, am Wasser gepflanzt, der seine Wurzeln zumBach hinstreckt. Denn obgleich die Hitze kommt, fürchtet er sich doch nicht, sondern seine Blätter bleiben grün; und er sorgt sich nicht wenn ein dürres Jahr kommt, sondern bringt ohne Aufhören Früchte. Jeremia 17, 7-8

 

Hallo du,

heute, am 28. Juni des Jahres 2020, drehen viele Menschen schon Mal ihren Kalender um; von der „Januar bis Juni“ Seite, auf die „Juli bis Dezember“ Seite.Vielleicht auch du? Denk doch auch einmal nach, nachdem nun die Hälfte desJahres schon wieder vorbeigegangen ist, was hast du denn schon alles erlebt?Es gab bestimmt viele, viele schöne Erlebnisse, wie zum Beispiel die ersten Sonnenstrahlen im Frühling, oder das erste Eis an der Seepromenade genießen, ja vielleicht sogar etwas Größeres wie ein lang ersehnter Wunsch, den du dir erfüllt hast. Dennoch gab es vielleicht auch ein paar nicht ganz so schöne Ereignisse, wie eine schlechte Note in einem wichtigen Schulfach oder ein Streit mit einem Freund. Trotz der möglichen Rückschläge, die du vielleicht schon hattest in diesem Jahr,darfst du eins nicht vergessen: Gott liebt dich und du kannst IMMER auf ihn zählen.Es ist wichtig, dass du weißt, dass irgendwo da draußen Gott jederzeit auf dich schaut und deinen Baum immer mit frischem, kühlen und gesunden Wasser versorgt.Manchmal fühlt sich dein Baum sehr durstig und du befindest dich in einer sehr trockenen Zeit, aber selbst dann versorgt er dich mit dem besten Wasser der Welt, damit deine wunderbaren Blätter und Knospen weiter aufgehen und blühen können und du trotzdem zu einem großen und starken Baum heranwachsen kannst, der viel Schatten spendet. Stell dir vor, du sitzt nun, angelehnt an solch einen großen Baum im Schatten, unter den grünen, leise raschelnden Blättern, an einem schönen kleinen Bach und erinnerst dich, was bisher in diesem Jahr passiert ist. Überlege dir nun 4 kleine oder große Ereignisse, wofür du dankbar bist....Du fühlst, wie die Wurzeln des Baumes das klare Wasser aus dem kleinen Bach aufnehmen und bist glücklich. Wenn du auf Gott vertraust, kann der Bach ein noch so kleines Bächlein oder die Luft noch so heiß sein, deinem Baum, oder eher dir, wird es gut gehen und du brauchst keine Angst zu haben.

 

Ist es nicht schön einen solchen Rückhalt zu haben? Es ist so ein Geschenk, zu wissen, dass am Ende immer alles gut wird und man immer jemanden hat, der danach schaut, dass der Baum wächst und gedeiht.

 

Einen wunderschönen Start in die kommende Woche und die zweite Hälfte des Jahres 2020

Eure Jule Jose

Andacht zum Sonntag nach Trinitatis

 

Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken.

Matthäus 11,28

 

Hallo ihr Lieben!

Heute ist der 21. Juni. Die Hälfte des Jahres 2020 ist vorüber. Manche von uns haben stressige Prüfungen hinter sich, andere hingegen Wochen voller Arbeit. Jeder von uns hat Tage an denen man so unglaublich viel zu tun hat, dass man der vollgestopften TODO Liste gar nicht mehr gerecht wird. Man hetzt von Termin zu Termin und findet allerlei Dinge zu erledigen. Die Zeit für sich selbst kommt bei vielen von uns zu kurz. Einfach mal bis um 12 Uhr mittags ausschlafen, sich im Garten sonnen, sein Lieblingsessen kochen und auch wirklich genießen ohne es zu verschlingen!! Oder abends gemütlich einen Film schauen ohne, dass man vor Müdigkeit nach den ersten 10 Minuten einschläft.

Es gibt aber jemanden der für uns da ist, wenn wir uns mal wieder zu viel zugemutet haben, enttäuscht sind, uns mühselig und beladen fühlen. Zu Gott können wir immer kommen! Er ist auch an den stressigsten Tagen für uns da und wirft ein Auge auf unsere Taten. Oft denken wir im Alltag gar nicht daran, dass ja die ganze Zeit 24/7 jemand da ist der uns zur Ruhe bringt. Im heutigen Vers lädt er uns ein zu ihm zu kommen mit all unseren Sorgen und Päckchen um uns befreien zu lassen. Dass wir wieder tief durchatmen können um weiter zu machen. Er erquickt uns und nimmt uns die Last von den Schultern, wenn wir es am meisten brauchen. Gott steckt in jedem von uns! Trefft euch nach eurem stressigen Tag mit eurem besten Freund und quatscht mal wieder ne Runde. Redet mal wieder mit eurer Mama und zwar nicht nur weil ihr was von ihr wollt. Sondern einfach so! Oft fühlt man sich danach wie neu geboren und hat wieder Kraft für die Herausforderungen des Alltags.

So starten wir frisch gestärkt in die zweite Hälfte des Jahres 2020!!

 

Ich wünsche euch einen wunderschönen erholsamen Sonntag.

 

Carolin Joos

 

Andacht für Sonntag, den 14. Juni

 

Liebe Freunde der Andachten,

Entschuldigung, dass meine Andacht erst am Spätnachmittag online gehen konnte.

Zwei wunderbare Bibelverse sind uns für den heutigen Sonntag vorgegeben. Und beide haben sie etwas zu tun mit dem , was uns gegeben ist und mit dem, wie wir damit umgehen sollen.

Gott hat uns diese wunderbare Erde gegeben, die das Werk seiner Hände und Fantasie ist. Und wahrlich, es ist ihm meisterhaft gelungen. Ein perfektes Kunstwerk, dem es an nichts mangeln lässt. Ob die Schnaken und Moskitos nötig waren, sei mal dahingestellt, aber eigentlich kommen wir aus  dem Staunen nicht heraus ob all der farbenfrohen und fantastischen Wesen. Leider verschwinden täglich unzählige Arten unwiderbringlich und das tut weh. Mit dem weniger werdenden Lebensraum verschwinden Tiere und Pflanzen und wenn wir davon ausgehen, dass das ganze Ökosystem auf das Miteinander der Vielfalt abgestimmt war, dann müssen wir uns nicht wundern, dass die Erde aus den Fugen geraten ist und Corona und anderes Zeug sich ausbreiten kann. Und da regt er sich wieder, dieser Zweifel, ob es nicht ein Fehler Gottes war, uns diese Welt zu hinterlassen und uns zuzutrauen, dass wir für sie sorgen könnten. Aber er hatte es uns zugetraut, mehr noch, er hat uns die Erde fertig und funktionstüchtig hinterlassen und gab uns den Auftrag, für sie zu sorgen. Ja, er hat den Menschen sogar zum Herrn dieser Welt gemacht und ihm alles unter seine Füße gelegt, aber nicht um auf ihr rumzutreten und alles zu zertrampeln, sondern um die gedachte Schönheit zu erhalten, zu pflegen, auf ihr ausreichend Nahrung für alle zu produzieren  und sie den nächsten Generationen wohlversorgt weiter zu geben. Oh je, wie peinlich, dass wir kläglich versagt haben. In nur kurzer Zeit haben wir alles zertrampelt und ausgebeutet, vermüllt und verdreckt, zugebaut und zugepflastert und das oftmals noch nicht mal schön, geschweige denn nachhaltig und umweltschonend.

Und immer scheitert es an der mangelden Liebe, die sich gegenüber Egoismus, Macht und Neid nicht durchsetzen kann. Und dabei ist es genau sie, die uns zur Besinnung bringt, die unsere Augen und unser Herz neu schauen lehrt, die unseren Verstand bestimmt und uns den Blick für die Herrlichkeit dieser Erde wach hält. Und wenn ich ehrlich bin und mal alle menschlichen Vorgänge in unserem Alltag in Betrieb und Gesellschaft prüfe, dann hat sie sich ganz schön kleingemacht.  Aber nicht nur das, ich stelle bei mir fest, dass es mir an ihr auch oft genug mangelt und ich nur meine Interessen im Fokus habe und im selben Boot sitze mit denen, denen ich soviel Eigennutz vorwerfe. Schnell schäme ich mich und werde klein und demütig.- Oh ja, ich möchte so gerne in der Liebe wandeln können, wie Christus es getan hat. Es wird wohl immer ein kläglicher Versuch bleiben. So darf und muss ich täglich bitten: "Herr, ich glaube, hilf meinem Unglauben" und : "Herr, ich liebe, hilf meiner Lieblosigkeit.Lass mich nicht müde werden, dich um die notwendige Liebe zu bitten, mich aufzutun und sie dankbar zu empfangen und weiterzugeben."

Hab wohl noch viel Arbeit.

 

Ich wünsche Ihnen allen einen frohen Sonntag und einen guten Start in die neue Woche.

 

Silvia Engel

Andacht für Sonntag, den 7. Juni 2020

 

Ihr Lieben!
Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen. So steht es geschrieben als Gruß zum Abschied (und zur Ankündigung eines dritten Besuches!) aus dem 2. Korintherbrief.

Paulus hatte die geliebte schwierige Gemeinde in Korinth ausführlich ermahnt, "einerlei Sinn zu haben und Frieden zu halten", außerdem sich selbst zu prüfen, ob sie "im Glauben steht", ob "Jesus Christus in euch ist". Er würde sie "nicht schonen", die ihn zuvor als schwach empfunden haben sollten:
"Ihr ertragt es, wenn euch jemand knechtet, wenn euch jemand ausnützt, wenn euch jemand gefangennimmt, wenn euch jemand erniedrigt, wenn euch jemand ins Gesicht schlägt. Zu meiner Schande muss ich sagen, dazu waren wir zu schwach!" Alle Zitate aus Kapitel 13 und 11. Lest nach. Paulus ist erfrischend in seiner Rhetorik! Er wusste seine Kritiker zu nehmen. (Politiker dieser Art sind seit Herbert Wehner ausgestorben, wie es scheint...)
Er würde sie nicht schonen, das wird klar. Relativ schonungslos ist auch der Ausblick, den Jesus in Matthäus 24 gibt: "Der Anfang der Wehen" und "Die große Bedrängnis" überschrieben sind die Verse 3 bis 28, keine leichte Lektüre und doch immer wieder wert, ins Gedächtnis gerufen zu werden. Erdbeben, Kriege und Hungersnöte betreffen nicht die Christen allein, wohl aber der Hass auf sie "von allen Völkern" um "meines Namens willen".
Er erklärt das nicht aus Gefallen am Schrecken, den er damit verbreitet, sondern gerade um dem Schrecken zu begegnen! Es heißt doch nicht umsonst "seht zu und erschreckt nicht..." Wir wissen es und haben es sogar schriftlich: die Zukunft wird kein Spaziergang.

"Und es wird gepredigt werden dies Evangelium vom Reich in der ganzen Welt zum Zeugnis für alle Völker, und dann wird das Ende kommen." Matthäus 24,14, unsere heutige Losung.
Nun ist "das Ende" so ein Gedanke, den wir nicht gerne denken. Das Ende, das klingt immer unerbittlich, unmissverständlich und undiplomatisch. Das Ende des Kinofilms bedeutet immer auch: raus auf die Straße! Und wer dann nicht weiß wohin, für den ist es ein Heulen und Zähneklappern. Wir müssen dem Gedanken ans Ende Tribut zollen, ob wir es mögen oder nicht. Wir werden nicht drum herum kommen.

Andererseits ist "das Ende" aber auch ein tröstlicher Gedanke. Allzuviel bemerkenswert Gutes bietet die Menschheitsgeschichte nicht. Die Menschheit ist sehr weit entfernt von Gottes Idealvorstellung. "Macht euch die Erde untertan" war anders gemeint. Das Ende dieser Entwicklung, so grauenvoll sich das auch liest, kann auch einen sehr tröstlichen Aspekt sichtbar werden lassen. MIT GOTT geht es weiter, ohne ihn nicht. Ohne ihn ging es auch vorher nicht, die Menschheit hat sich das aber lange (so lange er es eben zuließ) vormachen können.
Sodom wurde so lange verschont, bis die wenigen Gerechten herausgerettet worden waren. Und Ninive wurde gar nicht zerstört, trotz Ankündigung, weil es Buße tat. Auch eine mögliche Form der Hoffnung...

 

"Der Herr kommt, das Erdreich zu richten. Er wird den Erdkreis richten mit Gerechtigkeit und die Völker, wie es recht ist." Psalm 98,9, ebenfalls die heutige Losung. Lassen wir ihn das so machen, wie er will, in der Gewissheit, dass denen die Gott lieben, alle Dinge zum besten dienen, denen, die nach seinem Ratschluss berufen sind. Eine bessere Zusage können wir gar nicht haben!

 

In freudiger Erwartung eines baldigen Wiedersehens
Euer Heiner

Andacht zu Pfingstsonntag

 

„Wir sind durch einen Geist alle zu einem Leib getauft, wir seien Juden oder Griechen, Sklaven oder Freie, wir sind alle mit einem Geist getränkt.“ 1.Kor. 12,13

 

Ich liebe das Weihnachtsfest mit all seinen jährlich sich wiederholenden unzähligen Traditionen, in denen ich mich wohlig baden und sie genießen kann. Eingebettet in ein Meer von Lichtern, Düften, Gerüchen, Vorbereitungen und Erwartungen auf den Heiligen Abend ist man seiner Kindheit mit all den wunderbaren Erinnerungen wieder sehr nah. In der Krippe liegt sichtbar das Kind. Gott kommt zur Erde und wird Mensch.
Ich liebe Ostern, obwohl ich es nicht begreifen, aber umso mehr staunen und darüber jubeln kann, dass der Tod besiegt und nicht das letzte Wort in meinem Leben haben darf. Halleluja.

Und nun kommen wir zu Pfingsten. Als junger Mensch habe ich mit diesem Feiertag kaum was anfangen können. Meistens waren wir dort auf dem Feld und haben das Heu eingebracht. Der Heilige Geist sagte mir nichts und ich wusste lange nicht, welche Rolle der Heilige Geist in der Trinität spielt.
Heute liebe ich dieses Fest, weil ich begeistert bin von seiner Bedeutung und seiner Kraft. Seit dem Turmbau zu Babel waren die Menschen zerstreut und verstanden sich nicht mehr. Wie verlorene Schafe irrten sie umher und hatten keinen Hirten. Und dann geschah jener Moment, auf den die Jünger seit Himmelfahrt gewartet haben. Sie haben der Anweisung Jesu Gehorsam geschenkt und haben in Jerusalem auf den Tag gewartet, an dem der Heilige Geist über sie kommen sollte. Und es geschah: wie ein Brausen und ein starker Wind kam der Heilige Geist über alle Menschen, die dort in Jerusalem der Predigt des Petrus zuhörten und plötzlich ihn alle in ihrer eigenen Sprache verstanden.
Was verstanden sie? Sie „verstanden“, dass sie mit Schuld waren am Tod Jesu, sie „verstanden“, dass dieser Jesus vergeben hat, sie „verstanden“, dass er auferstanden ist und lebt und sie fragten anschließend: „Was sollen wir tun?“. „Lasst euch taufen mit dem Geist Gottes auf den Namen des Vaters und des Sohnes und werdet Gottes Kinder.“ Und die Menschen taten das. Die Gemeinde der Kinder Gottes, die Kirche, die Gemeinschaft der Christen war geboren und nahm täglich zu.  Ist das nicht wunderbar?

Ohne unser Zutun hat Jesus Christus durch den Heiligen Geist eine Gemeinschaft geschaffen, die neu verbunden ist und in der es keine Trennung nach Rasse, Religion, Herkunft, Hautfarbe und Kultur mehr geben darf. Wir gehören zu einer Menschheitsfamilie, die ein Leib ist, verbunden durch die Liebe des Herzens. Sichtbares Zeichen bei uns Christen ist die Taufe.
Wie ein getränkter Schwamm sind wir voll des Geistes und fließen über mit Begeisterung, Freude, Mut und Zuversicht. In dieser Geisteshaltung lasst uns wieder unsere Häuser verlassen, die Menschen suchen, die Herzen bewegen, verschlossene Fenster der Seele öffnen, das Alte und Verstaubte hinauswerfen und frischen Wind und neues Leben hineinholen. Kommt, lasst uns aufbrechen für eine gemeinsame Welt, für Frieden und  Versöhnung unter den Völkern, mit der Natur, mit unserem Land und unserem Dorf. Lassen wir dem Geist Raum in uns, sich zu entfalten und uns zu bewegen.

 

„Auch wenn wir meinen, allein zu sein, ist der Heilige Geist da. Seine Gegenwart ist unsichtbar, und doch verlässt er uns nicht. Er ist der Atem Gottes, der immer und überall weht. Wir können ihn nicht sehen wie den Wind, aber wir spüren sein Vorüberwehen. Er befreit von Entmutigung. Er gibt dem Menschen den Geschmack am Leben zurück.“ Frére Roger, Taizé

 

Ein frohes und lebendiges Pfingstfest. Geht doch mal heute raus und stellt euch in den Wind.

Eure

Silvia Engel